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Presque Isle - Mackinaw City

Veröffentlicht am 02.07.2018

Nachts kühlen wir ab bei 8 Grad, der Lake Huron hat eine Temperatur von 12 Grad.

In Mackinaw ist der nördlichste Punkt dieser Fahrt erreicht, wir waren bis hier 2406 nautische Meilen mit 302 Betriebsstunden unterwegs.

Hier treffen sich Lake Huron und der Lake Mitchigan und auch zu. Lake Superior ist es nicht weit.

 

Wir landen neben der Mackinaw Bridge, die hier auch Bic Mac genannt wird. 

Die Brücke führt Richtung Lake Superior und Kanada und wurde 1950-53 errichtet.

Mackinaw City ist Evolution auf den Durchgangsverkehr und Tourismus eingestellt. 

Es gibt viele T Shirt und Süssigkeitenläden mit bunten Popcorntüten. 

Direkt neben uns legen bis 22:30 die Fähren Richtung Mackinac Island, einer beleibten Ferieninsel an.

Wir fahren noch einen Abstecher über die Brücke nach St. Ignace, wo ein Treffen von Classiccars stattfindet. Hier sind viele gepflegte Oldtimer zu sehen, unter anderem auch ein Carmangia und viele Ford Oldtimer.

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Harrisville - Presque Isle

Veröffentlicht am 02.07.2018

Heute zeigt sich der Lake Huron von einer anderen Seite, es gibt Wellen, aber Broadsword schafft die Herausforderung spielend.

Mehrere Gäste der letzten Marina empfahlen uns, die idyllische Insel Presque Island anzusteuern.

Dort gibt es Fahrräder zu leihen und den alten sowie den neuen Leuchtturm zu sehen, wobei die Baujahre der beiden nur 30 (1840 & 1870) Jahre auseinanderliegen.

Auch hier gäbe es ein gutes Restaurant direkt am Hafen, das gut besucht ist. 

Bisher haben wir auf der Etappe zu und auf den Great Lakes sehr nette, hilfsbereite Menschen kennengelernt. 

Beim Anlegen wird fast überall geholfen, so dass das Schiff auch mit kleinerer Mannschaft unterwegs sein kann.

Auch Verpflegung und Anbindung an Geschäfte sind sehr gut.

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Sarnia - Harrisville

Veröffentlicht am 01.07.2018

Von Sarnia aus geht es auf den Lake Huron, der uns eingangs mit Strömung und Welle begrüßt.

Das Wasser ist wunderschön dunkelblau im Vergleich zum Türkis des Eriesee.

Der Lake Huron ist der drittgrößte der Great Lakes.

Die 5 großen Seen bilden die größte zusammenhängende Süsswasserfläche der Welt.

Davon bekommen wir auf der Fahrt eine Ahnung, denn zwischenzeitlich ist ringsherum Wasser zu sehen.

Es sind nur selten Seevögel zu sehen und das Unterwasserradar zeigt wenig Fisch an.

 

Unser Tagesziel wird auf 111 Seemeilen verlängert bei spiegelglatter See, daher überqueren wir die Sandusky Bay Richtung Harrisville. Insgesamt sind wir 12 Stunden unterwegs gewesen.

Harrisville ist eine kleine städtische Marina, die uns gut gefällt:

Es gibt sogar einen Aufenthaltsraum mit Kamin und Kaffeemaschine für die Boater.

Der Hafenmeister und seine Mitarbeiterin helfen uns mit dem Stromanschluss.

Leider funktioniert es nicht und wir sprengen die Sicherungen. Aber über Nacht geht es auch ohne Stromanschluss, denn die Batterien sind nach der langen Fahrt geladen.

Nach dem Stress mit der Elektronik erhalten wir am nächsten Morgen von unserer netten Nachbarin Frühstücksgebäck, so dass wir gestärkt weiterziehen können.

 

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Detroit - Sarnia

Veröffentlicht am 30.06.2018

Wir verlassen Detroit und den Motownsound über den Lake St. Clair, der eine schmale ausgebaggerte Fahrrinne hat.

In Detroit wurden wir noch darauf hingewiesen, diese nicht zu verlassen wegen verschiedener Wracks und Steinen unter Wasser.

Vorbei an wunderschönen Ferienhäusern linker Hand USA und rechter Hand Kanada fahren wir durch den St. Clair River bis Sarnia.

Heute ist Sonntag und bei diesem Traumwetter mit 32 Grad sind Himmel und Menschen unterwegs.

Sarnia ist unser erster Stop in Kanada, direkt am Lake Huron gelegen.

Obwohl nur durch den Fluss von den USA entfernt, merkt man, in einem anderen Land unterwegs zu sein. Hier sind mehr Radfahrer und Fußgänger unterwegs und das sofortige "Hi, How are You guys" gibt es hier weniger.

Wir werden nett empfangen und Broadsword wird begutachtet.

Die Marina ist empfehlenswert mit tollen Duschen, Pool und einem Fahrservice in die Stadt. 

Leider gibt es ein heftiges Gewitter am Nachmittag, was die Elektrik an Board durcheinanderbringt.

Daher bleiben wir noch einen Tag länger.

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Eriesee

Veröffentlicht am 21.06.2018

 

Buffalo - Conneaut

 

Von Buffalo (New York) geht es vorbei am Bundesstaat Pennsylvania nach Ohio und zwar in den wenig bekannten Ort Conneaut, wo wir nach 92 Seemeilen spät eintreffen. 

Auch hier werden wir freundlich begrüßt und sind die Attraktion des Ortes, die Promenade der vorbeifahrenden Autos nimmt kein Ende.

Überhaupt geht hier kaum jemand zu Fuß.

Der Hafen wird hauptsächlich von Anglern genutzt.

Vis a vis können wir unsere ständigen Begleiter Kanadagänse, Reiher und sogar Weißkopfadler, das Wappentier der USA, beobachten.

Am Samstagabend sind hier viele beim Barbeque essen.

Es gibt einen Automaten für Würfeleis, dort kann Eis oder frisches Wasser Eimerweise gezogen werden, um den Tagesfang frisch zu halten.

Nebenan legt ein Ausflugsschiff an und die Hobbyangler vergleichen und bewundern Ihre Fänge.

 

Conneaut - Cleveland

 

Cleveland war ein typisches Beispiel der Städte im Norden: groß geworden durch die Öl- und Stahlindustrie begann der Niedergang in den 50 er Jahren.

Heute ist die Stadt merklich leer, hat aber in den letzten Jahren wieder Jobs geschaffen durch Investitionen zum Beispiel in das Footballstadion und Museen, so dass man den Eindruck einer gesundenden Stadt erhält.

Wir sehen uns das größte Rockmuseum an, die Rock and Roll Hall of Fame.

Es gibt Vitrinen mit Gitarren und Kleidung z.B. Von Jimmy Hendricks. Daneben werden Konzertmitschnitte gezeigt, überall hört man Musik und an interaktiven Bildschirmen kann man sich durch die Historie klicken.

Der Rest der Stadt ist unbelebter, leider auch die tollen viktorianischen Arcaden.

Zu Fuß gehen wir zur Marina zurück über die Brücken des alten Industriegebietes, dort entsteht ein neues Szeneviertel mit Kneipen und Fahrradwegen, es sind viele junge Leute unterwegs.

 

Cleveland - Kellys Island 

Der Eriesee ist groß, zwischendurch sehen wir kein Ufer mehr.

Unterwegs fahren unzählige stechende Fliegen und Mücken mit.

Auf Kellys Island ticken die Uhren langsamer.

Es gibt Wasserschlangen direkt am Pier, die nur hier anzutreffen sind. Sie stehen unter Naturschutz, sind nicht giftig, sonnen sich gerne auf den Stegen und sind nicht sehr scheu.

Unsere Stegnachbarin bekommt das hautnah zu spüren, als Sie ins Wasser fällt.

"These Dammed Snakes!!" war ihr Spruch dazu.

Ein Glück gibt es hier sehr gute neue Duschen.

Wir bekommen wieder gute Tipps für die Inselbesichtigung am nächsten Tag:

Da gehts mit dem Golfcar über die 4  mal 5 Kilometer kleine Ferieninsel vorbei an hübschen Häusern, der Schule, der deutschen Kirche, dem Flugplatz, der Galerie, 

Bierbrauerei und Feriencamps.

Unterwegs ist auch eine kleine Excursion der nahen Universität zwecks Schlangenzählung.

An der Fähre stehen unzählige Golfcars bereit, die Saison hat noch nicht begonnen.

Beim Anlegen gibt es fast überall Hilfe der Marina - Crews, so dass man auch gut alleine oder zu Zweit unterwegs sein kann.

 

Kellys Island - Detroit

Bei bestem Sommerwetter geht es über den Eriesee durch eine wunderschöne Kulisse von Inseln Richtung Detroit.

 

Von Lake Sinclair auf dem Detroit River haben wir 2 Knoten Gegenstrom, was sich auch beim Anlegen bemerkbar macht.

 

Der Detroit River zieht vorbei zunächst an Villen, später zunehmend an verlassenen Fabrikanlagen. Teilweise werden diese anscheinend noch genutzt, denn es qualmt und brennt aus den Schornsteinen. Nach 2 grossen Brücken landen wir an der einzig freien Marina Sindbads neben dem Tug (Schlepper) Sindbad.

Und erfahren, in 2 Wochen gibt es das große Schlepperrennen auf dem Detroit River,

Dafür wird das Schiff gerade hergerichtet.

Die letzten 2 Jahre hat Sindbad gewonnen.

 

Hier ist wieder die gesamte Mannschaft hilfsbereit, es wird zunächst noch versucht, für uns ein Quartier im hiesigen Yachtclub zu organisieren.

Das klappt nicht, und wir sehen etwas später auch, warum: beide Segelclubs haben interne Regatten, die wir von gegenüber beobachten können.

Gegen Wind und Strom zu segeln, sieht von Ufer aus, wie rückwärts segeln.

Wir gehen essen bei Sindbads und sind versöhnt mit dem Quartier.

 

In Detroit fährt uns Mark freundlicherweise mit dem roten Bus zum Fordmuseum.

Wir besichtigen die Fordfabrik (die sog. Rouge) und das Fordmuseum an. Dort sind Eisenbahnen, Flugzeuge und vor allem Autos zu sehen. Unter anderem sind die Autos mehrerer amerikanischer Präsidenten ausgestellt.

 

Detroit ist Downtown menschenleer. Viele Häuser und Gelänode stehen leer und warten auf bessere Zeiten. 

Den Eindruck haben wir auch in den heruntergekommenen, öffentlichen Bussen.

Wir sehen uns eins der größten amerikanischen Museen, das Detroit Institut of Arts (DIA), Downtown mit seinem People Mover (Hochbahn) sowie die GM Tower an und sind froh, der 36 Grad heißen Großstadt zu entkommen.

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Durch den Eriekanal zu den Niagarafällen

Veröffentlicht am 12.06.2018

Der Erie Kanal wurde nach 7 Jahren Bauzeit 1825 fertiggestellt und hatte die Transportwege beschleunigt: 

Denn vorher mussten die Waren mühsam durch Schlamm und Schnee mit Karren befördert werden.

Damit hat der Kanal wesentlich zu Wachstum und Bedeutung New Yorks beigetragen.

Seit einigen Jahren hat er World Heritage Status und wird hauptsächlich touristisch genutzt.

Der westliche Teil ab Syracuse kann wegen der niedrigen Brücken nicht von hohen Schiffen befahren werden.

Daher ist wenig Verkehr und wir fühlen uns in der Zeit zurückversetzt.

Wir sind fast allein unterwegs und treffen nur wenige Boote und Kanus an.

Große Teilstrecken führen durch Wälder und wir sehen Schildkröten, Biber, Murmeltiere, Reiher und viele andere Vögel.

Wir störten 2 junge Rehe beim durchschwimmen des Kanals auf; Sie drehten um und waren fix wieder im Wald verschwunden.

 

Insbesondere die Kanadagänse sind überall in großen Populationen unterwegs:

Waren sie noch vor einigen Jahren beinahe ausgestorben, sind sie nun fast überall in großen Familien anzutreffen.

 

35 Schleusen und 16 Hebebrücken sind im Eriekanal zu befahren.

Die Schleusenwärter sind freundlich, halten gern ein Schwätzchen und öffnen die Tore meist prompt. Das mag auch daran liegen, dass wegen der geringen Schiffsdichte, nur vielleicht 10 Boote am Tag zu schleusen sind.

Die Fahrt von Syracuse nach Lyons trainiert die neue Mannschaft Jeannette und Michael im Schleusen.

In Lyons werden wir von einheimischen Rentnern empfangen, die Infos zum Ort geben und uns ein gutes Restaurant empfehlen. Duschen können wir in der Feuerwehrwache.

Der Ort hat Fototafeln zur Geschichte des Ortes, die vor allem vom Kanal bestimmt wurde, aufgestellt und die Rentner sind gerne bereit, weitere Fragen zu beantworten. Lyons war angeblich zentraler Lieferant für Pfefferminzöl.

Wir werden für die Internetseite fotografiert.

Die Anlegemöglichkeiten am Kanal sind kostenlos und es werden von den Ortschaften sanitäre Anlagen bereitgehalten.

Sie hoffen auf mehr Tourismus in der Gegend, da hier nicht mehr viel Industrie angesiedelt ist.

 

 

Fahrt von Lyons nach Albion:

Ab Lyons Richtung Albion sind viele historische Hebebrücken in Betrieb.

An den Hebebrücken wird der Autoverkehr angehalten und wir können passieren, meist wird schon in der nächsten Schleuse unsere Ankunft angekündigt.

Manche Brückenmeister betreuen mehrere Brücken und fahren mit dem Auto zur nächsten.

Trotzdem war für die Fahrt ab Lyons das eigentlich geplante Tagesziel zeitlich nicht erreichbar, also 10 Meilen weniger.

Wir bleiben in Albion, eine kleine Ortschaft, die fast ausgestorben erscheint.

Ab Albion wechselt die Landschaft, hier gibt es zunächst weite Felder und Obstplantagen zu sehen, später sind Holzhäuser zu sehen, die immer schöner werden Richtung Tonawanda.

Parallel zum Kanal gibt es nun einen Rad- und Wanderweg, der auch genutzt wird.

Die letzten beiden Schleusen (8 und 9 m) gibt es im Doppelpack, auch in Lockport sind wir eine Attraktion und werden fotografiert.

Überhaupt sind die Nordamerikaner sehr freundlich, ein Winken ist hier auf dem Land die übliche Begrüßung.

Die letzte Strecke zum Eriesee fahren wir auf dem Niagara River und merken schnell, dass dies einer der schnellstfliessden Flüsse ist.

An der Flussmündung zum Eriesee zweigt ein Kanal ab, der mittels Schleusen die Strudel unter der Peacebridge umschifft.

Zwischen Kanal und Fluss nutzen Touristen einen schmalen Weg zu Fuß.

Wir finden einen Platz in der Erie Marina und können den Mast stellen, der wegen der niedrigen Durchfahrthöhen gelegt war. Die letzte Brücke hatte nur einige Zentimeter Platz nach oben - Glück gehabt!

 

Die Peacebridge ist gleichzeitig Grenze nach Kanada, die wir am nächsten Tag passieren und zu einem der Haupttouristenziele Amerikas, den Niagarafällen, zu fahren.

Das große Panorama auf die amerikanischen und kanadischen Fälle genießt man am besten von der kanadischen Seite aus.

Mitten im Wasser, an Board der Maid of the Mist ist man dem tosenden Wasser am nächsten, kann hautnah das Naturwunder erleben und vergisst den Rummel drumherum.

Der Ausflug führt noch vorbei an Weinbergen zum viktorianischen Bilderbuchstädtchen Niagara on the Lake.

 

In Buffalo erinnert eine Tafel an John Maynard; eine Übersetzung des Gedichts von Theodor Fontane 

"John Maynard war unser Steuermann" 

ist abgedruckt.

 

Von Buffalo aus geht es jetzt auf die Great Lakes.

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Der Erie Canal...

Veröffentlicht am 20.05.2018

Einen Tag vor der Saison Eröffnung des Erie Canals, machten wir uns auf den Weg nach Waterfort, wo vor ersten Schleuse sich die ersten Schiffe, die den Canal befahren wollten, einfanden. Von der 65 feet Motor Yacht mit Bootsmann, bis zum 40 feet Warrham Catamaran mit zwei Frauen und vier fröhlichen Kindern, war alles dabei. Eine freundliche comunikative Gemeinschaft von Cruising Freunden, die die Sehnsucht nach dem Befahren der "Big Lakes", vereint. Insgesamt ca. 25 bis 30.
Gleich zu Beginn gab es vier Schleusen, zum "Anwärmen". An den Stangen kann man wunderbar hochrutschen. Aber bei vielen hängen nur Seile herrunter. Unangenehm ist der Rost und Dreck der Spundwände. Trotzdem geht es ansich ganz gut.
In Amsterdam fanden wir Platz an einer öffentlichen Anlegestelle. Kostenlos und liebevoll gemacht. Direkt dahinter allerdings, gab es eine Bahnlinie. Ein tutender Zug, der direkt durch das Schiff zu fahren scheint, ist schon etwas Gewalttätiges.
Der Hafenmeister erzählte uns, das vergangene Woche noch Schnee lag. Das zarte Grün der Bäume, die beginnende Baumblüte aber auch tagsüber 26 Gr Cel. - Völlig anderes Wetter, als in Europa. Dem Golfstrom sei Dank!
Am nächsten Tag, nach weiteren 8 Schleusen erreichten wir Little Falls. Eine ehemalige Industrie Stadt, die mal der größte Hersteller von Cheddar in den USA.
Auch hier gibt es nur noch wenig Leben aber alles ist ordentlich und die wenigen Menschen freundlich. Aus alten Zeiten stehen 6 Kirchen in einer Straße neben einander. Zwei sind aufgelassen.
Die Schleuse 17 hat Probleme und wir brauchen über eine Stunde um durch zu kommen. Ansonsten geht es gut voran. Wir wollen noch bis zum Oneida Lake kommen und erreichen ihn geg 18 Uhr . Sylvan Beach ist als Ausflugsziel sehr beliebt und bei 24 Gr Cel um 20 Uhr, will kaum einer nach Hause gehen. Ein 50 Jahre alter Erlebnispark besteht direkt am Strand aber es ist abzusehen, dass die Kinder auch bald die Attraktionen nicht mehr wollen.
Durch das viele Holz auf dem Mohawk und den Kanälen befürchten wir, dass unsere Schraube etwas abbekommen hat und haben uns entschlossen eine Werft anzulaufen, bei der Broadsword rausgenommen werden kann. Ab 1400 Upm haben wir eine Unwucht, die die Maschine schütteln lässt.
Am nächsten Morgen geht es auf den 16 Sm langen, wunderschön in der Sonne liegenden See. Einer der saubersten Seen in den USA. Besonders im Unterschied zum Hudson, bei dem der Verzehr von Fischen verboten wurde.
Westlich vom See erreichen wir die Marina. Man ist sehr hilfsbereit und noch am selben Tag geht Broadsword aus dem Wasser. Die Schraube ist makellos, ansonsten hat Broady etwas Gras angesetzt. Die weitergehende Diagnose zeigt, dass wahrscheinlich ein Winkelausgleich eine Unwucht hat. - Es wird spannend ob das repariert werden kann!

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NY SPECIAL.- America ist laut!

Veröffentlicht am 20.05.2018

NY SPECIAL.- America ist laut! Nicht dezent, sondern laut. Von morgens bis abends. Schon in Fort Pierce fuhr der Zug sozusagen durch die Werft und tutete Tag und Nacht. Irgendwann gewöhnt man sich dran und wundert sich, wenn es nicht tutet.
Durch ganz Florida begleiteten uns die Züge und jetzt, nördlich von NY, ist es (das Tuten) endlich wieder da. Die Busse machen einen Höllenlärm! Da sie alle mindestens 20 Jahre alt sind, es gibt bestimmt irgendwo eine Fabrik, die 20 Jahre alte Busse herstellt, rappeln sie auf den schlechten Straßen, daß man sich nicht unterhalten kann und einen Rückenschaden bekommt.
Aber komisch: sie fahren und fahren und die schlechten Straßen werden kaum repariert aber sie stehen immer zur Verfügung und bewältigen einen immensen Verkehr. Das ist wohl das Geheimnis, weshalb alles weiter geht und man sich durchaus daran gewöhnen kann. Bei uns werden die Straßen erst gesperrt, dann aufwendig repariert und in der Zwischenzeit bricht der Verkehr zusammen. Hier zählt nicht die perfekte Ingenieurleistung und ein aufwendiges Genehmigungsverfahren,
sondern einzig der Pragmatismus, es muss wieder gehen, irgendwie!
Die Autos des Fire Departments sind deutlich lauter, als die vielen Krankenwagen.
Diese bilden zumeist diese permanente Sirenen Geräuschkulisse, die man aus den Amerikanischen Filmen kennt. Gar nicht einmal so häufig, sind die Polizei Sirenen.
Dafür sieht man aber ständig irendwelche Polizeiwagen, die umher fahren. Vielleicht müssen die auch nicht so viel Büroarbeit machen!
Der Central Park ist ein Beispiel für problemloses Miteinander: du darfst nicht rauchen, Alkohol trinken, nicht grillen, nicht Krawall, machen, nicht deinen Müll liegen lassen. Du kannst dich überall hinlegen, alleine sein, in der Gruppe sein, Sport treiben, die Menschen (anständig) unterhalten und auch sonst alles, was nicht anstößig ist. Es funktioniert erstaunlich gut und das ist auch dringend nötig, bei den tausenden Menschen, die den Park nutzen. Auch hier ist der Konsens der Menschen beeindruckend. Jeder ist Bestandteil eines funktionierenden Ganzen. Die permanente Präsenz der Polizei trägt ein übriges dazu bei.- Mit dem ausgeprägten
Individualismus der Berliner geht das nicht. Beispiel Tiergarten. Eher wird der Park auf unbestimmte Zeit gesperrt.

 

 

 


NY hat Menschenmengen zu verdauen, die für uns nicht vorstellbar sind. Die Straßen sind voll, von allem, was fahren oder laufen kann, und das rund um die Uhr! Die Menschen sprechen lauter als anderswo. Um sich zu unterhalten, bemerkbar zu machen, den anderen nieder zu brüllen, stärker zu erscheinen und überhaupt zu bestehen.
Herr Trump redet gegen die Mexikaner, Hispanos, alle rausschmeißen!
Wenn das gelingen würde, würde die USA zusammen brechen. Es gibt kein Restaurant, keinen Imbis, keinen Laden, kein Hotel und vor allem keinen Handwerker, der nicht Hispanos, als billige Arbeitskraft, beschäftigt. Auch in den Trump Towers dürften hunderte Hispanos arbeiten.
Alles geht irgendwie! Der Reiz und auch der Zwang erfolgreich zu sein, keiner ist stolz auf sein Proletariat, ist extrem motivierend und treibt alle an - egal, wie weit er in der Hierarchie gekommen ist. Die Menschen, die nicht mitrennen, fallen heraus aus dem System. Solidarität liegt ausschließlich bei den einzelnen Menschen.-

Nun ist es doch kein Reisebericht über NY geworden. Natürlich sind wir durch Down- und Uptown gefahren, haben viele Sehenswürdigkeiten gesehen, haben uns die Füße wund gelaufen und waren fasziniert und begeistert. Aber die Menschen, die dort unterwegs sind, haben uns am meisten beschäftigt. Ist dieses Zusammenleben ein Modell für die Zukunft? Wird es alle Großstädte mehr oder weniger betreffen?

Vielleicht durch unsere andere Art zu reisen, mit Broadsword, langsam unterwegs zu sein, ist unsere Betrachtung differenzierter geworden. - Mit dem eigenen Schiff unter der Verranzano Brücke (vertical clearance 75 m) durch zu fahren, auf 150 yards an die Else heran zu kommen, die alten Piers von Manhattan, wo der Linienverkehr von Europa landete, zu passieren, ist schon beeindruckend und ein tolles Gefühl!

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Cape May war ein guter Stop! Zum einen, weil die Marina die besten…

Veröffentlicht am 19.05.2018

Cape May war ein guter Stop! Zum einen, weil die Marina die besten Toiletten und Duschen hatte, zum anderen, das "Lobster House" gegenüber war. Hier hatten wir die besten Austern bei einem guten Wodka Martini. Auch das Restaurant lieferte beste Qualität! Normalerweise heben wir nicht ein Restaurant heraus, bei den vielen Restaurants, die wir besucht haben und es hatte bislang auch noch kein so gutes gegeben. Cape May hat auch einen wunderbaren Strand und hübsche Häuser.
Am 03.05. ging es weiter. Um Ecki einen kleinen Eindruckvom ICW zu geben, wählten wir den vielfach gewundenen inneren Weg. Es wurde teilweise sehr eng, sehr flach und der starke Wind tat ein Übriges. Das Warten vor den vier zu niedrigen Brücken wurde zum Problem , da Broadsword nicht sehr gut manöviert. Marschenland gegenüber von unendlich vielen grauen Häusern mit Holzstegen zum ICW. Wenn die in der Saison alle bewohnt sind, kann es nur Mord- und Totschlag geben. Jeder muss zeigen, dass er das schnellste Motorboot hat und am besten fährt.
Schließlich kamen wir in Atlantic City, dem Spielerparadies von NY, an. Die Marina war groß aber in schlechtem Zustand. Kein Wunder, dass wir am nächsten Morgen uns schon sehr früh auf den Weg machten, um die 90 SM auf dem Atlantic bis in die Lower Bay zu bewältigen. Das Wetter war gut und unterstützt vom Südwind, waren wir schnell unterwegs. Wieder eine PanPan Meldungin unserer Gegend. Nach fünf Stunden eingestellt. Wie immer blieb offen, ob die Suche Erfolg hatte.
Wir hatten eine Marina in Great Kill ausgesucht. Von dort gab es gute Verbindungen nach Manhattan. Einmal mit der Staten island Ferry und auch mit einem Expressbus, über Brooklyn nach Manhattan.
Vier Tage reichten und wir machten uns auf den Weg durch den Hafen von NY.
Es ist schon beeindruckend auf eigenem Kiel an der Freiheitsstatue und Ellis Island vorbei zu fahren, an den Wolkenkratzern und den alten Landepiers der Cunard Line!
Das man wie ein Hase vom vielen Verkehr gejagt wird, ist klar, die Betonnung dagegen unübersichtlich.
40 Sm weiter hatte die Agcla eine Marina nördlich von NY empfohlen, von der aus wir noch einmal mit der Metro nach Manhattan fuhren. - Zeit hatten wir genug, denn der Öffnungstermin des Erie Canals war der 15. Mai! Die Marina Croton Habor, gab uns einen Sonderpreis als Looper. Üblicherweise werde 3,50$ pro foot, pro Nacht genommen, für uns "nur" 2,75$. NY hat seine eigene, hohe Preisebene. In der Marina lag ein wunderschön gepflegtes Holz Motorboot "Justice" aus den 30 er Jahren. Gut 60 feet, welches als comuter Boot eingesetzt wurde.
Mit einem Zwischenstop in Esopus Point, ging es weiter. An Westpoint vorbei und vielen alten Industrie Anlagen. Aber auch wunderschöne Natur, z.T. große Weiten und wenig Verkehr. Viel Holz auf dem Fluss und wenig Verkehr. Wenn dann aber mal ein 100 m Frachter uns begegnet, bleibt nicht mehr soviel Platz.
Den Albani Yachtclub hatten wir uns ausgesucht zum Legen des Mastes. Mit Jürgen war alles gut vobereitet worden, so dass wir in drei Std den Mast gelegt hatten. Mit jetzt 14 feet Gesamthöhe, sind wir auch auf den Westlichen Teil des Erie Canals vorbereitet, wo die Brücken teilweise nur 15 feet hoch sind.
Der Ortsteil von Albani, in dem der Yacht Club lag, stirbt langsam. Ein Problem, welches viele mittelgroße Amerikanische Städte betrifft. -

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Annapolis ist eine Zwischenstation für uns...

Veröffentlicht am 02.05.2018

Annapolis ist eine Zwischenstation für uns. Jürgen fliegt wieder nach D und Ecki kommt für drei Wochen an Bord. — Dadurch haben wir eine Woche Zeit uns umzusehen. Natürlich wollen wir Washington besuchen. Als Abenteuer haben wir uns vorgenommen mit den "öffentlichen" Verkehrsmitteln zu fahren. Jürgen hatte es im Internet recherchiert. Direkt vor der Marina lag eine Haltestelle, wir waren pünktlich da, der Bus kam 20 Min später. Der Busfahrer wuste nichts von einer Umsteigemöglichkeit aber funkte seinen Chef deswegen an. Ja, gibts! Er gab Gas, damit wir den Bus noch kriegten. Alles noch in Annapolis. Haltestelle, Schild alles war da - nur kein Bus! Den Caffeebesitzer, den wir fragten, sagte er hätte schon mal einen Bus gesehen aber regelmäßig, nein. Wir gaben auf, liefen zu Enterprise und liehen ein Auto. Die Bahn entfällt fast vollständig und Greyhound fährt die langen Strecken.- Einer Bekannten, die wir auf der Annapolis Boat Show trafen, erzählten wir diese Geschichte. Sie tippte in ihre "Uber " App, "Washington " ein: ein paar Sekunden später hatte sie das Ergebnis. Der Wagen wäre in 15 Minuten da und es würde 68$ kosten! Das ganze Land ist nur auf Autoverkehr eingerichtet, es kann sich auch keiner vorstellen, daß es auch anders gehen könnte.
Wir fuhren problemlos nach Washington, bekamen sogar einen Parkplatz und hatten einen entspannten Tag bei schönstem Wetter. Vorm "Weißen Haus", nicht sehr eindrucksvoll, protestierten Armenier, verschleierte Frauen machten Fotos und die Sherrifs, relativ locker, mittendrin. Amerikaner haben wir keine gesehen.
Am Dienstag brachten wir Jürgen zum internationalen Flughafen, der für Washington und Baltimore zuständig ist. Ein tapferer Abschied und er würde über Island nach Frankfurt fliegen. Wir fuhren noch weiter nach Baltimore aber mit den graubraunen Farben, dem Höllentempo und den vielen Menschen, fühlten wir uns nicht besonders wohl und machten daß wir wieder zurück in unsere "heile Welt" kamen.
Ecki kam am Donnerstag Abend. Einigermaßen geschlaucht von 2 Std Einreiseprozedur und 3 1/2 Std Autofahrt. Eine ruhige Nacht und ein Spaziergang durch Annapolis waren die richtige Basis, um los zu ziehen.
Zum Angewöhnen hatten wir eine kleine Spazierfahrt von 26 Mls nach St michael, ausgewählt. Wir hatten bloß vergessen, daß am Wochenende alle Angler, die ihr Boot schon im Wasser hatten unterwegs sein würden. Die Angelmethode, mit zwei Scheerbrettern, die hinterher gezogen werden, ist besonders fies. Zum einen haben die Fische kaum einen Chance dem Netz zu entgehen, zum andern benötigen die Boote einen Riesenraum.
In St Michael war Weinfest und alle Welt war unterwegs, um sich zu amüsieren. Da wir keinen Platz in einer Marina bekamen, ankerten wir auf 5 m Tiefe. Unseren Tender setzten wir auch ein um an Land zu kommen. Wenn man alleine damit unterwegs ist, ist es erstaunlich, welche Geschwindigkeiten mit den 15 PS möglich sind. Tags herrliche Sonne und schönste Temperaturen, fing es nachts an zu wehen und zu regnen. Wir gingen früh los, bei über 20 kns Wind und Strömung gegenan.
Der Wind frischte noch mehr auf und die Wellen waren 1 bis 2 m hoch. Gegenan hielt sich Broadsword noch sehr gut und auch die Geschwingkeit ging nicht zu sehr herunter aber die seitliche Welle, die wir dann nach einer Kursänderung nach NE hatten, war dann doch sehr eklig. Wir waren dankbar, als wir dann in der Marina ankamen. Es war die teuerste, die wir je hatten und es dämmerte uns, daß noch Spielraum nach oben ist, je weiter wir nach Norden kommen.- Dafür war das damit verbundene Restaurant gut und nicht so teuer. - Der Land-Stromanschluß brachte leider unsere Elektronic durcheinander. Normalerweise liefert der Landanschluß Strom - hier erschien es uns, als ob der Landanschluß unseren Bordstrom ansaugte und auch unseren Generator dann noch einschaltete. Das ist sicher alles Unsinn aber erklären konnten wir es nicht. Wir beschlossen die nächste Marina anzulaufen, in der Hoffnung auf einen vernünftigen Landabschluß. Bei 209 V Eingangsspannung, auch vergeblich.
Der Dienstag versprach bestes Wetter. Bei angenehmen Temperaturen und strahlender Sonne legten wir die paar Meilen im CD Kanal zurück, um dann in den Delaware River einzuschwenken. Sehr eindrucksvoll und sehr breit, auch ein großzügiges Revier. Bei Wind gegen Tidenstrom, sicher sehr heftig! Wir hatten
keine Probleme und hatten schon recht früh, die 60 Sm nach Cap May, zurück gelegt. Beim Anlegen machte sich aber dann doch der heftige Tidenstrom, bei ca 2 m Tidenhub bemerkbar. Wir konnten das Schiff nicht auf BB drehen, also gingen wir mit StB an den Anleger. Belohnt wurden wir mit den besten Toiletten und Duschen!

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Chesapeak Bay, das Traumrevier aller Segeler!

Veröffentlicht am 23.04.2018

Cheasepeak Bay, das Traumrevier aller Segel -Fans! So jedenfalls sehen die Amerikaner die Bucht. Vor allem bezeichnet sich Annapolis als das Mecca des Segelsports, kurzerhand als Welthauptstadt des Segels. Ein bisschen kleiner geht nicht. Ein bisschen größer als die Kieler Förde ist es hier schon und anstelle von vielleicht 7000 Seglern liegen hier vielleicht 70000. Und schön ist es hier auch, mit all seinen Buchten, offenen Bereichen und im Übergang zur Chesapeak Bay, die mit 230 nmls nicht gerade klein ist. Städte, wie Washington, Baltimore, Philadelphia sind unmittelbar damit verbunden. Auch New York liegt nur 3 Std entfernt!

Wenn dann noch die Sonne scheint ....!
Seit 2 Tagen sind die Temperaturen traumhaft und man merkt, dass wir auf dem gleichen Breitengrad sind wie Mallorca. Trotzdem wollen wir gerne unsere zweite Heizung repariert bekommen. Aber Amerikanische Handwerker sind ein besonderes Kapitel.
Bevor wir nach Annapolis gingen, machten wir noch Station in Kilmarnock im Indian Creek und in Johnstown, Salomon Island. Beide Marinas sehr freundlich und sympathisch. Hilfsbereite, nette Menschen! Viel Historie als Region für Oystern Fischerei und daraus resultierend, für Bootsbau. Liebevoll gemachte Museen mit engagierten Menschen. Ohnehin die Menschen: so schwer, wie ein Kaugummi kauender Handwerker aus Maryland zu verstehen ist, so offen und hilfsbereit zeigen sich fast alle. Dass es sicher schwerer ist, näher bekannt zu werden, ist auch klar.
Broadsword ist den Häfen immer eine Attraktion, das einzige graue Schiff unter all diesen "averidge white boats". Jeder drückt seine Bewunderung aus und macht Komplimente. Die Fragen nehmen kein Ende. Auch die Mitgliedschaft in der AGCLA,
deren Wimpel wir führen, schafft nette Bekanntschaften und wertvolle Tips. Die meisten geben uns dann ihre Karten, mit dem Hinweis, jederzeit ihre Hilfe in Anspruch nehmen zu können. Wir brauchen unbedingt unsere eigene Karte......

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Die Swan Marina ist nicht gerade das, was man unter einer modernen …

Veröffentlicht am 14.04.2018

Die Swan Marina ist nicht gerade das, was man unter einer modernen, sauberen Marina versteht und in Zusammenhang mit dem richtig kalten Nordwind, fällt die Entscheidung leicht, weiter zu gehen. Beaufort ist unser Ziel. Nach 40 nm laufen wir in den Hafen ein. Vor uns liegt einen Motoryacht aus den BVI,s, die einem jungen Schweizer gehört. Er flieht auch vor der Kälte!- Es ist die teuerste Marina bisher mit
190 Dollar die Nacht. Dafür gibt es ein altes Auto, mit dem wir unsere Einkäufe machen könnten. Da es permanent regnet, eine große Erleichterung. Wäsche war auch dringend dran.
Ursprünglich wollten wir mehr Strecke auf dem Atlantik zurücklegen, aber der Starkwind lässt uns bescheidener werden und wir besinnen uns auf den ICW.
Der Pamlico Sound ist ein Riesengebiet, eine völlig freie, sehr flache Bucht mit schmalen Inseln, wie Hatteras oder Ocracoke. Die fiese, kurze See lässt Broadsword heftig rollen und die Einfahrt nach Ocracoke bereitet uns einige Mühe. Dafür entschädigt die Insel mit sympathischen Menschen, endlosen, wunderschönen Strand und hervorragendem Fisch. Wärmer ist es auch geworden!
Während der weiteren Überfahrt über die Pamlico Bay haben wir Wind und Welle von achtern. Es frischt immer mehr auf und bläst mit 25 kn. Wir hatten vor zu Ankern und dazu die erste größere nach W geschützte Buch ausgekuckt. Hatten aber nicht mit
der fiesen seitlich laufenden Welle gerechnet. Wild bewegt , hatten wir GPS Ankeralarm gesetzt und waren am nächsten Morgen verblüfft über den Track, der permanent um 180 Grad ging. Glücklicherweise beruhigte sich der Wind morgens etwas und auch die Sonne fing wieder an zu scheinen.
Das nächste Ziel war Norfolk. Um noch rechtzeitig in der Marina anzukommen ,
mussten wir uns etwas beeilen. Die 5 niedrigen Brücken hinderten unser Vorankommen. Sonst hatten die Brückenwärter recht freundlich reagiert aber in NC und jetzt in Virginia, wurde zumeist geschwiegen und einmal mussten wir bis zur vollen Stunde warten, obwohl kein Autoverkehr war.
Nach der Schleuse kamen wir in den Bereich des Norfolk Hafens. Flugzeugträger, Zerstörer in Reparaturdocks, Frachtschiffe und ein reges Hafenleben. Unsere Marina lag in Portsmouth und wir hatten den schönen Blick auf die Skyline von Norfolk.

Mit Norfolk haben wir den 0 Punkt des ICW erreicht! Bisher waren wir 978 nm unterwegs. Broadsword ist wie ein Uhrwerk gelaufen und hat uns bestens geschützt und voran gebracht. Es liegen 124 Maschstd. hinter uns. Für die 978 Sm haben wir 686 Ltr Diesel verbraucht. Das entspricht einem Verbrauch von 0,7 Ltr/Sm.

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Hilton Head war auch in sofern angenehm, weil wir den Hafenmeister …

Veröffentlicht am 07.04.2018

Hilton Head war auch in sofern angenehm, weil wir den Hafenmeister in St Augustine getroffen hatten und er uns nach Möglichkeit unterstützte. - Um 0730 ging unsere Tour los über das Inlet, hinaus auf den Atlantik. Anfangs noch ca 1 m Welle wurden es immer bessere Bedingungen. Die Sonne schien, angenehme 23 Grad, immer wieder Delphine, einzeln und in Gruppen. In der Nähe des Landes trafen wir eine Schildkröte, gut einen halben m als Schildpanzer. Der dicke Kopf tauchte 5 mal aus dem Wasser, dann verschwand sie.
Wir verkürzten die Zufahrt nach Charleston, aber die ablaufende Tiede bescherte uns 3 kn Gegenstrom. Zusammen mit dem 20 kn Gegenwind, kamen wit nur noch mit ca 6 kn voran. Wir hatten uns, wie immer bei der Marina angemeldet und wurden, nachdem wir uns auf ch 16/71 verständigt hatten, ans Ende der Mole gelegt. Die hatte es in sich: fast 200 m bis zum Festland! Charleston hat eine schöne Altstadt und viele historische Südstaatenhäuser. Unsere Vorräte konnten wir auch ergänzen.
Da für die nächsten Tage schlechtere Bedingungen angesagt waren, beschlossen wir, wieder den Intra Coastal Waterway zu nutzen. Charleston ist ein bedeutender Hafen, auch die Kreuzfahrer legen hier an. Nach einigen Meilen war von dem Trubel nichts mehr zu spüren und wir glitten in dem Wacamow River voran.-
Die Bäume wuchsen bis direkt an den Fluss, der Wald glich einem Urwald mit vielen Vögeln, Delphinen, Wasserschildkröten und wenig befahren. Besonders die Vielzahl der Seeadler war beeindruckend. Bei Meile 383 machten wir in einer kleinen Marina fest. Morgens lag Seedunst über dem Wasser, kein Wunder bei Nachttemperaturen von 8 Grad.
Ohnehin, je weiter wir nach Norden kommen, desto kälter wird es. Auch an der Vegetation sehen wir, dass wir im Frühling angekommen sind.
Die Ufer sind jetzt endlos mit Einfamilienhäusern bebaut, die alle einen Steg ins Wasser haben. Protzig liegt neben mickrig - alle sind aus Holzstützen und Spanplatten gebaut.
Die Inlets geben der Fahrt immer etwas Aufregung durch Strömungen und Tidenhub bei immerhin, 2,50 m. Ursprünglich wollten wir Ankern aber dann lag ein Saugbagger in unserem bevorzugten Creek. Also sind wir wieder in eine Marina bei Southport gegangen.
Hier in North Carolina, liegt ein Inlet neben dem anderen, mit allen dadurch entstehenden Schwierigkeiten. Das passt gut zu den niedrigen Temperaturen von 13 bis 16 Grad. Hin und wieder müssen wir vor einer niedrigen Brücke warten. Aber das hat bisher sehr gut geklappt.
Für heute, den 7. 04. haben wir uns Swanpoint Marina am New River heraus gesucht, die nicht besonders gut ist. Es passt hervorragend zu dem endlosen Regen und den heftigen Böen. - Wohl denn, wir fühlen uns wie zu Hause, es ist wie an der Ostsee!

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Am 23.03. geht es weiter nach St. Augustine. Bei häßlichem Wind und …

Veröffentlicht am 03.04.2018

Am 23.03. geht es weiter nach St. Augustine. Bei häßlichem Wind und Strömung kommen wir kaum in unseren zugewiesenen Liegeplatz. Das Ansprechen des Hafenmeisters kurz vor Erreichen des Hafens auf ch 16 und dann umschalten auf zumeist ch 71 klappt ganz gut. - Die böse Überraschung ist der Preis für die Nacht: 145 Dollar! Es ist eine unter öffentlicher Verwaltung stehende Marina und in schlechtem Zustand.

St Augustine st ein bißchen Disneyland: es gibt kein Klischee, welches nicht zutreffen würde. Aber es ist alles stimmig, die Historie wird heftigst gelebt und die Menschen wollen sich amüsieren.
Nach zwei Tagen geht es weiter nach Jacksonville. Im Hafenhandbuch wird ein freier Liegeplatz vor einer Mall angepriesen . Stimmte auch, jedoch lag die Mall in den letzten Zügen, von ehedem 40 - 50 Geschäften waren vielleicht noch 10 zugange.
Nachts haben wir besser die Tür geschlossen!
Ein Anruf bei der Marina in Ortega versprach uns liebevolle Betreuung und alle Leistungen. Der Hafenmeister hatte recht, alles sauber, freundlich und ein Publix in der Nähe. Außerdem lernen wir Jeff und Gwen kennen. Sie haben die Loop bereits 2 mal „gemacht“ und geben uns wertvolle Hinweise. Ihr Lieblingsrevier ist die Chesapeake Bay. Der Wetterbericht aus dem Nordosten und Washington zeigt Schneeverwehungen und arktische Temperaturen. - vielleicht sollten wir doch nicht zu früh im Norden sein?
Wir entscheiden uns für Baltimore für den Crewwechsel.
Am 28.3, geht es weiter nach Jekyl Island . Die Marina taugt nichts aber der Strand ist wunderschön. Wir beschließen ein Nacht zu Ankern. Die zunehmenden Tidenströmungen bedingen viel umfassenderes Überlegen. Besonders, wenn der Wind gegen die Strömung steht. Der Tidenhub liegt bei ca 2,5 m. Das wird uns auch weiterhin erhalten bleiben! Die Strömungsgeschwindigkeiten machen durchaus 3 kn aus. Auf unsere Reisegeschwindigkeit hat das natürlich erheblichen Einfluß.
Nach 2 Tagen beschließen wir nach Savanna zu gehen. Rund 100 Sm! Aber mit genutztem ablaufenden Wasser beim rausfahren auf den Atlantik und auflaufendem bei der Einfahrt, kommen wir auf einen Schnitt von fast 10kn. Savanna bietet einen Liegeplatz ohne Toilette für 180 Dollar! Aber ist unwahrscheinlich lebendig und atmet typisches Südstaaten Flair. Nach schöner Wanderung zum 1 Meile entfernten Supermarkt, beschließen wir noch nach Hilton Head zu fahren. Wir bekommen einen anständigen Liegeplatz und freuen uns den Hafenmeister zu treffen, den wir in St Augustine kennen gelernt haben.
Hilton Head ist ein einziger großer Golfplatz und eine Privatinsel. Das alles ein bißchen größer und teurer ist, versteht sich von selbst. Trotzdem ist die Insel wunderschön und bietet viel Natur.
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Florida

Veröffentlicht am 22.03.2018

Wir sind gerade erst drei Wochen unterwegs und es kommt einem vor, als wäre es schön viel länger.- Die ersten 14 Tage waren geprägt von den letzten Feinarbeiten der Werft, der Ausrüstung, der Versorgung von Mann und Maus und den ersten Tests auf See. Nach einer Woche aus dem Hotel umgezogen auf Broady. Auf dem Schiff zu leben ist ganz komfortabel, die ordentliche Marina in Fort Pierce hilft einem dabei. Da wir sowieso für einen Monat bezahlt haben, ist es uns überlassen, wann wir Abschied nehmen.
Am 19.03. geht es los: Per Telefon angemeldet in Melbourne sind wir nach problemlosen 5 Std Fährt vor Ort. Der Hafenmeister bringt uns am Tanksteg unter, ein bisschen schauen wir mit dem Bug über den Steg hinaus. Die nahe liegende Straße ist sehr laut, was sich aber dann Nachts vollständig ändert.- unsere Freunde aus Fort Pierce, die stündlichen, tutenden Güterzüge sind auch wieder da. Die „Altstadt“ ganz nett.

Am Dienstag geht es weiter nach New Smirna Beach. Die Wetterprognose sagt Gewitter Starkregen und Wind bis 28 kns voraus. Stimmt alles! Die Landschaft bietet alles, von weiten Seen bis hin zu engen Kanälen mit teilweise heftiger Stömung. Die Brücke, mit 24 feet verlangt starke Nerven.
Die Kälte des Starken Nordwindes und die Nachrichten aus Washington mit 15 cm Schnee erinnern uns daran, dass wir in Florida doch wettermäßig begünstigt sind.
Der Wunsch, schnell nach Norden zu kommen wird immer geringer. Die Entscheidung hier 3 Nächte zu bleiben, fällt leicht. Insbesondere, da NSB nicht mehr so sehr der Fluchtpunkt der Snowbirds ist.

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Endlich - Underway

Veröffentlicht am 19.03.2018

Das Bild haben wir im Kennedy Space Center gemacht, aber hier passt es auch.

The journey starts hereThe journey starts here

Unsere erste Etappe führt uns nach Melbourne, nein - nicht in Australien, in Florida.

Unterwegs, vorbei an teils sehr schönen und großen Villen, sahen wir Delphine, brütende Fischadler und im Hafen ein Manatee. Kurz nachdem Werner einen abtreibenden Fender schwimmend zurückholte durchschnitt eine Kreise ziehende Dreiecksflosse die Wasseroberfläche. Nach einiger Zeit sprang dieser Fisch (ca. 1 Meter) mit dem ganzen Körper aus dem Wasser. So, als wolle er damit "sagen": "Seht her, ich bin wirklich ein Hai"

 

UnderwayUnderway

 

 

Ein Manatee. 

ManateeManatee

 

Ein häufiger Anblick:

 

 

 

 

 

 

 

 

Es scheint sich keiner mehr zu kümmern.

 

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Trial Zwei

Veröffentlicht am 07.03.2018

Nachdem die ersten Reparaturen durchgeführt wurden, wie z.B. der Motortausch am Bugstrahlruder starten wir unseren ersten kleinen Törn. Ziel ist heute rund Hutchinson South zu fahren.

Wir legen ab und laufen auf dem Intracostal Waterway (ICW) mit ca. 8-9 kt Richtung Süden.

Bei den Brückendurchfahrten fordern uns Schilder auf die Fahrt zu reduzieren und Wellenschlag zu vermeiden. Diesmal fahren wir durch das St. Lucie Inlet auf den Atlantik.

Die Durchfahrt ist deutlich enger als bei Ft. Pierce. Die Kabbelsee in der Einfahrt läßt erst mal alles was herumliegt auf den Boden fallen.

Weiter draußen wird es ruhiger und wir laufen "Kurs Nord". Vorbei an einem Atomkraftwerk steuern wir das Inlet von Fort Pierce an.

Bei der Ansteuerung von Fort Pierce steht die Sonne schon sehr tief und das getrocknete Salzwasser auf den Scheiben erschwert die Sicht. Alles klappt perfekt und auch das "rückwärts einparken" in die Box mit unseren 58'' (Fuss) gelingt.


In ca. 5 Stunden, die dieser Törn gedauert hat legten wir ca. 45 Sm zurück.

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Der erste Test

Veröffentlicht am 04.03.2018

Es piepst und die LED am Gashebel leuchtet rot.

Ein Fehler ist aber nicht zu finden. Nach einem Neustart der Maschine ist alles in Ordnung und dem Ablegen steht nichts mehr im Wege.
Leinen los!
Unsere erste Testfahrt führt uns über den Intracoastal Waterway gleich durch das Fort Pierce Inlet hinaus auf den Atlantik.
In der Durchfahrt zwischen den Jettys flösen uns die sich brechenden Brandungswellen schon mal Respekt ein.

Als wir dann auf dem Offenen Wasser waren, stellten wir fest, dass bei ca. 15 kt Wind aus NO Wellen mit 3-4 Metern Höhe auf uns zurollen.

"Broadsword" schlägt sich tapfer und wir sammeln erste Erfahrungen...

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gelandet!

Veröffentlicht am 01.03.2018

flug war kurzweilig

Die Koffer sind gepackt!

Veröffentlicht am 28.02.2018

...morgen geht es los.

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