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Der Erie Canal...

Veröffentlicht am 20.05.2018

Einen Tag vor der Saison Eröffnung des Erie Canals, machten wir uns auf den Weg nach Waterfort, wo vor ersten Schleuse sich die ersten Schiffe, die den Canal befahren wollten, einfanden. Von der 65 feet Motor Yacht mit Bootsmann, bis zum 40 feet Warrham Catamaran mit zwei Frauen und vier fröhlichen Kindern, war alles dabei. Eine freundliche comunikative Gemeinschaft von Cruising Freunden, die die Sehnsucht nach dem Befahren der "Big Lakes", vereint. Insgesamt ca. 25 bis 30.
Gleich zu Beginn gab es vier Schleusen, zum "Anwärmen". An den Stangen kann man wunderbar hochrutschen. Aber bei vielen hängen nur Seile herrunter. Unangenehm ist der Rost und Dreck der Spundwände. Trotzdem geht es ansich ganz gut.
In Amsterdam fanden wir Platz an einer öffentlichen Anlegestelle. Kostenlos und liebevoll gemacht. Direkt dahinter allerdings, gab es eine Bahnlinie. Ein tutender Zug, der direkt durch das Schiff zu fahren scheint, ist schon etwas Gewalttätiges.
Der Hafenmeister erzählte uns, das vergangene Woche noch Schnee lag. Das zarte Grün der Bäume, die beginnende Baumblüte aber auch tagsüber 26 Gr Cel. - Völlig anderes Wetter, als in Europa. Dem Golfstrom sei Dank!
Am nächsten Tag, nach weiteren 8 Schleusen erreichten wir Little Falls. Eine ehemalige Industrie Stadt, die mal der größte Hersteller von Cheddar in den USA.
Auch hier gibt es nur noch wenig Leben aber alles ist ordentlich und die wenigen Menschen freundlich. Aus alten Zeiten stehen 6 Kirchen in einer Straße neben einander. Zwei sind aufgelassen.
Die Schleuse 17 hat Probleme und wir brauchen über eine Stunde um durch zu kommen. Ansonsten geht es gut voran. Wir wollen noch bis zum Oneida Lake kommen und erreichen ihn geg 18 Uhr . Sylvan Beach ist als Ausflugsziel sehr beliebt und bei 24 Gr Cel um 20 Uhr, will kaum einer nach Hause gehen. Ein 50 Jahre alter Erlebnispark besteht direkt am Strand aber es ist abzusehen, dass die Kinder auch bald die Attraktionen nicht mehr wollen.
Durch das viele Holz auf dem Mohawk und den Kanälen befürchten wir, dass unsere Schraube etwas abbekommen hat und haben uns entschlossen eine Werft anzulaufen, bei der Broadsword rausgenommen werden kann. Ab 1400 Upm haben wir eine Unwucht, die die Maschine schütteln lässt.
Am nächsten Morgen geht es auf den 16 Sm langen, wunderschön in der Sonne liegenden See. Einer der saubersten Seen in den USA. Besonders im Unterschied zum Hudson, bei dem der Verzehr von Fischen verboten wurde.
Westlich vom See erreichen wir die Marina. Man ist sehr hilfsbereit und noch am selben Tag geht Broadsword aus dem Wasser. Die Schraube ist makellos, ansonsten hat Broady etwas Gras angesetzt. Die weitergehende Diagnose zeigt, dass wahrscheinlich ein Winkelausgleich eine Unwucht hat. - Es wird spannend ob das repariert werden kann!