Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Durch den Eriekanal zu den Niagarafällen

Veröffentlicht am 12.06.2018

Der Erie Kanal wurde nach 7 Jahren Bauzeit 1825 fertiggestellt und hatte die Transportwege beschleunigt: 

Denn vorher mussten die Waren mühsam durch Schlamm und Schnee mit Karren befördert werden.

Damit hat der Kanal wesentlich zu Wachstum und Bedeutung New Yorks beigetragen.

Seit einigen Jahren hat er World Heritage Status und wird hauptsächlich touristisch genutzt.

Der westliche Teil ab Syracuse kann wegen der niedrigen Brücken nicht von hohen Schiffen befahren werden.

Daher ist wenig Verkehr und wir fühlen uns in der Zeit zurückversetzt.

Wir sind fast allein unterwegs und treffen nur wenige Boote und Kanus an.

Große Teilstrecken führen durch Wälder und wir sehen Schildkröten, Biber, Murmeltiere, Reiher und viele andere Vögel.

Wir störten 2 junge Rehe beim durchschwimmen des Kanals auf; Sie drehten um und waren fix wieder im Wald verschwunden.

 

Insbesondere die Kanadagänse sind überall in großen Populationen unterwegs:

Waren sie noch vor einigen Jahren beinahe ausgestorben, sind sie nun fast überall in großen Familien anzutreffen.

 

35 Schleusen und 16 Hebebrücken sind im Eriekanal zu befahren.

Die Schleusenwärter sind freundlich, halten gern ein Schwätzchen und öffnen die Tore meist prompt. Das mag auch daran liegen, dass wegen der geringen Schiffsdichte, nur vielleicht 10 Boote am Tag zu schleusen sind.

Die Fahrt von Syracuse nach Lyons trainiert die neue Mannschaft Jeannette und Michael im Schleusen.

In Lyons werden wir von einheimischen Rentnern empfangen, die Infos zum Ort geben und uns ein gutes Restaurant empfehlen. Duschen können wir in der Feuerwehrwache.

Der Ort hat Fototafeln zur Geschichte des Ortes, die vor allem vom Kanal bestimmt wurde, aufgestellt und die Rentner sind gerne bereit, weitere Fragen zu beantworten. Lyons war angeblich zentraler Lieferant für Pfefferminzöl.

Wir werden für die Internetseite fotografiert.

Die Anlegemöglichkeiten am Kanal sind kostenlos und es werden von den Ortschaften sanitäre Anlagen bereitgehalten.

Sie hoffen auf mehr Tourismus in der Gegend, da hier nicht mehr viel Industrie angesiedelt ist.

 

 

Fahrt von Lyons nach Albion:

Ab Lyons Richtung Albion sind viele historische Hebebrücken in Betrieb.

An den Hebebrücken wird der Autoverkehr angehalten und wir können passieren, meist wird schon in der nächsten Schleuse unsere Ankunft angekündigt.

Manche Brückenmeister betreuen mehrere Brücken und fahren mit dem Auto zur nächsten.

Trotzdem war für die Fahrt ab Lyons das eigentlich geplante Tagesziel zeitlich nicht erreichbar, also 10 Meilen weniger.

Wir bleiben in Albion, eine kleine Ortschaft, die fast ausgestorben erscheint.

Ab Albion wechselt die Landschaft, hier gibt es zunächst weite Felder und Obstplantagen zu sehen, später sind Holzhäuser zu sehen, die immer schöner werden Richtung Tonawanda.

Parallel zum Kanal gibt es nun einen Rad- und Wanderweg, der auch genutzt wird.

Die letzten beiden Schleusen (8 und 9 m) gibt es im Doppelpack, auch in Lockport sind wir eine Attraktion und werden fotografiert.

Überhaupt sind die Nordamerikaner sehr freundlich, ein Winken ist hier auf dem Land die übliche Begrüßung.

Die letzte Strecke zum Eriesee fahren wir auf dem Niagara River und merken schnell, dass dies einer der schnellstfliessden Flüsse ist.

An der Flussmündung zum Eriesee zweigt ein Kanal ab, der mittels Schleusen die Strudel unter der Peacebridge umschifft.

Zwischen Kanal und Fluss nutzen Touristen einen schmalen Weg zu Fuß.

Wir finden einen Platz in der Erie Marina und können den Mast stellen, der wegen der niedrigen Durchfahrthöhen gelegt war. Die letzte Brücke hatte nur einige Zentimeter Platz nach oben - Glück gehabt!

 

Die Peacebridge ist gleichzeitig Grenze nach Kanada, die wir am nächsten Tag passieren und zu einem der Haupttouristenziele Amerikas, den Niagarafällen, zu fahren.

Das große Panorama auf die amerikanischen und kanadischen Fälle genießt man am besten von der kanadischen Seite aus.

Mitten im Wasser, an Board der Maid of the Mist ist man dem tosenden Wasser am nächsten, kann hautnah das Naturwunder erleben und vergisst den Rummel drumherum.

Der Ausflug führt noch vorbei an Weinbergen zum viktorianischen Bilderbuchstädtchen Niagara on the Lake.

 

In Buffalo erinnert eine Tafel an John Maynard; eine Übersetzung des Gedichts von Theodor Fontane 

"John Maynard war unser Steuermann" 

ist abgedruckt.

 

Von Buffalo aus geht es jetzt auf die Great Lakes.