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Eriesee

Veröffentlicht am 21.06.2018

 

Buffalo - Conneaut

 

Von Buffalo (New York) geht es vorbei am Bundesstaat Pennsylvania nach Ohio und zwar in den wenig bekannten Ort Conneaut, wo wir nach 92 Seemeilen spät eintreffen. 

Auch hier werden wir freundlich begrüßt und sind die Attraktion des Ortes, die Promenade der vorbeifahrenden Autos nimmt kein Ende.

Überhaupt geht hier kaum jemand zu Fuß.

Der Hafen wird hauptsächlich von Anglern genutzt.

Vis a vis können wir unsere ständigen Begleiter Kanadagänse, Reiher und sogar Weißkopfadler, das Wappentier der USA, beobachten.

Am Samstagabend sind hier viele beim Barbeque essen.

Es gibt einen Automaten für Würfeleis, dort kann Eis oder frisches Wasser Eimerweise gezogen werden, um den Tagesfang frisch zu halten.

Nebenan legt ein Ausflugsschiff an und die Hobbyangler vergleichen und bewundern Ihre Fänge.

 

Conneaut - Cleveland

 

Cleveland war ein typisches Beispiel der Städte im Norden: groß geworden durch die Öl- und Stahlindustrie begann der Niedergang in den 50 er Jahren.

Heute ist die Stadt merklich leer, hat aber in den letzten Jahren wieder Jobs geschaffen durch Investitionen zum Beispiel in das Footballstadion und Museen, so dass man den Eindruck einer gesundenden Stadt erhält.

Wir sehen uns das größte Rockmuseum an, die Rock and Roll Hall of Fame.

Es gibt Vitrinen mit Gitarren und Kleidung z.B. Von Jimmy Hendricks. Daneben werden Konzertmitschnitte gezeigt, überall hört man Musik und an interaktiven Bildschirmen kann man sich durch die Historie klicken.

Der Rest der Stadt ist unbelebter, leider auch die tollen viktorianischen Arcaden.

Zu Fuß gehen wir zur Marina zurück über die Brücken des alten Industriegebietes, dort entsteht ein neues Szeneviertel mit Kneipen und Fahrradwegen, es sind viele junge Leute unterwegs.

 

Cleveland - Kellys Island 

Der Eriesee ist groß, zwischendurch sehen wir kein Ufer mehr.

Unterwegs fahren unzählige stechende Fliegen und Mücken mit.

Auf Kellys Island ticken die Uhren langsamer.

Es gibt Wasserschlangen direkt am Pier, die nur hier anzutreffen sind. Sie stehen unter Naturschutz, sind nicht giftig, sonnen sich gerne auf den Stegen und sind nicht sehr scheu.

Unsere Stegnachbarin bekommt das hautnah zu spüren, als Sie ins Wasser fällt.

"These Dammed Snakes!!" war ihr Spruch dazu.

Ein Glück gibt es hier sehr gute neue Duschen.

Wir bekommen wieder gute Tipps für die Inselbesichtigung am nächsten Tag:

Da gehts mit dem Golfcar über die 4  mal 5 Kilometer kleine Ferieninsel vorbei an hübschen Häusern, der Schule, der deutschen Kirche, dem Flugplatz, der Galerie, 

Bierbrauerei und Feriencamps.

Unterwegs ist auch eine kleine Excursion der nahen Universität zwecks Schlangenzählung.

An der Fähre stehen unzählige Golfcars bereit, die Saison hat noch nicht begonnen.

Beim Anlegen gibt es fast überall Hilfe der Marina - Crews, so dass man auch gut alleine oder zu Zweit unterwegs sein kann.

 

Kellys Island - Detroit

Bei bestem Sommerwetter geht es über den Eriesee durch eine wunderschöne Kulisse von Inseln Richtung Detroit.

 

Von Lake Sinclair auf dem Detroit River haben wir 2 Knoten Gegenstrom, was sich auch beim Anlegen bemerkbar macht.

 

Der Detroit River zieht vorbei zunächst an Villen, später zunehmend an verlassenen Fabrikanlagen. Teilweise werden diese anscheinend noch genutzt, denn es qualmt und brennt aus den Schornsteinen. Nach 2 grossen Brücken landen wir an der einzig freien Marina Sindbads neben dem Tug (Schlepper) Sindbad.

Und erfahren, in 2 Wochen gibt es das große Schlepperrennen auf dem Detroit River,

Dafür wird das Schiff gerade hergerichtet.

Die letzten 2 Jahre hat Sindbad gewonnen.

 

Hier ist wieder die gesamte Mannschaft hilfsbereit, es wird zunächst noch versucht, für uns ein Quartier im hiesigen Yachtclub zu organisieren.

Das klappt nicht, und wir sehen etwas später auch, warum: beide Segelclubs haben interne Regatten, die wir von gegenüber beobachten können.

Gegen Wind und Strom zu segeln, sieht von Ufer aus, wie rückwärts segeln.

Wir gehen essen bei Sindbads und sind versöhnt mit dem Quartier.

 

In Detroit fährt uns Mark freundlicherweise mit dem roten Bus zum Fordmuseum.

Wir besichtigen die Fordfabrik (die sog. Rouge) und das Fordmuseum an. Dort sind Eisenbahnen, Flugzeuge und vor allem Autos zu sehen. Unter anderem sind die Autos mehrerer amerikanischer Präsidenten ausgestellt.

 

Detroit ist Downtown menschenleer. Viele Häuser und Gelänode stehen leer und warten auf bessere Zeiten. 

Den Eindruck haben wir auch in den heruntergekommenen, öffentlichen Bussen.

Wir sehen uns eins der größten amerikanischen Museen, das Detroit Institut of Arts (DIA), Downtown mit seinem People Mover (Hochbahn) sowie die GM Tower an und sind froh, der 36 Grad heißen Großstadt zu entkommen.