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Die letzten Meilen bis bis zum Kreuzen des Kielwassers in Fort Pierce

Veröffentlicht am 15.04.2019

Nach Crystal River konnten die letzten Tage ja nicht mehr so aufregend sein, dachten wir! Die NSU hatten uns so gut wie aufgefressen aber wir machten uns tapfer auf den Weg nach Tarpon Springs. - Außen, auf dem Golf! Die letze Tour, danach nur noch auf dem GICW, dem Golf Intra Coastal Water Way. Die Überfahrt war ruhig und BROADSWORD meisterte alles wie gewohnt lässig. Auch das Rollen war nicht so unangenehm, wie ich es in Erinnerung hatte. Ein Problem stellten die unzähligen Crab Pots dar, die die See regelrecht vermient hatten. Auch die kleinen Bojen sahen schon aus, wie Mienen. Da sie meist einige Meilen in eine Richtung ausgelegt sind, kommt man auf einen Kurs, der halbwegs daran vorbei führt. Ein Problem gibt es, wenn ein anderer Fischer, seine Fallen dann schräg dazu auslegt.
Beim Einlaufen in die flachen Gewässer hörten wir eine Pan Pan Meldung der Coast Gard, die die Insassen eines 18 foot Bootes suchten.- Die Marina lag am Ende eines verwinkelten Kanals, vollgestopft mit Booten. Wir konnten telefonisch nicht buchen, da das Amerikanische I Phone nass geworden war. Außerdem hatten wir die Erfahrung gemacht, dass, wenn das Schiff schon da war, man häufig eine pragmatische Lösung fand, die man per Telefon nicht angeboten hätte. Auch diesem Fall: die Jungs des Hafenmeister mochten wieder einmal unser außergewöhnliches Schiff und legten uns an die Pumpout Pier - ein prima Platz! Nach den guten Duschen, einem Bad im Swimmingpool, beschlossen wir zwei Tage bleiben. Mit einem Bewunderer, ebenfalls Gastlieger, kamen wir ins Gespräch und er bot an, uns zu Wall Mart und West Marine zu bringen. Wir lernten, welcher Toast überhaupt ein bisschen schmeckt und welche Milch den Kaffe zur Freude macht. Bei West Marine bestellten wir 2 Reparatursets zur Auslieferung in Fort Pierce.- Unsere Schwarzwasseranlage arbeitete nicht richtig. Um den Luxus zu vervollständigen, kauften wir noch ein einfaches Androit Telefon als Ersatz für das IPhone. Was für eine Erleichterung wieder an den Informationen teilhaben zu können! Da es auch immer als Hotspot für die Crew dient, besonders wichtig.
Wir hatten ein bisschen über Roger, unseren freundlichen Helfer erfahren. Er hatte an der Olympiade 1972 in Kiel in der Soling Mannschaft teilgenommen. Als wir uns verabschiedeten, schenkte er uns ein von ihm geschriebenes Buch über einen wichtigen Seekampf im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.
Noch etwas Wichtiges, wir haben sehr guten Fisch gegessen und mußten uns nicht kratzen - es waren einfach keine Mücken da! Da war unser nächstes Ziel ganz anders: keine NSU mehr, sondern ebenso unsichtbare Mücken, die richtig große Einstiche hinterließen. Auch dort: ein Hafenmeister sagte, kein Platz, der andere, erfreulicherweise der Ranghöhere, gab uns einen Platz an einem 50 m langem Steg, der frei war und zugegebenermaßen recht eng war.
Der ICW wurde teilweise sehr weit, mehrere Meilen, besonders an den Inlets. Andererseits waren die davor liegenden Inseln, mit dem Festland durch viele Brücken verbunden. Bei den meisten Brückenwärtern wurden wir nett durchgelassen, bei manchen mussten wir 15 bis 30 Min warten, wegen des vielen Verkehrs. Der ICW ist gut betonnt und von wunderschönen fast karibischen Inseln gesäumt. Auch von vielen Mangroveninseln. Immer mehr große Condominium Anlagen "verschönern" die Ufer aber auch unzählige, z.T. phantastische Häuser. In den Manatee Zonen müssen alle ganz langsam fahren. Klappt aber nicht immer so richtig. Besonders fallen große Halbgleiter auf von 50, 60 foot, die eine riesige Welle reißen und alle in Gefahr bringen. Nach dem Motto : schaut her wie stark und schnell ich bin! Auch sonst ein ziemlicher Verkehr und immer schnell! Ach ja, Segler gibt es auch noch. Sie pflegen die Amerikanische Art des Segelns, selbst wenn die Bedingungen optimal sind: Segel hoch und Motor an.
Der nächste Hafen war Crows Nest, in Venice. Nichts besonderes aber wir bekamen ein paar Mückenstiche hinzu. - Auch die nöchste Tour nach Sanibel war wieder wunderschön, durch die phantastische Landschaft des ICW.
Für Sanibel hatten wir uns 2 Tage vorgenommen, da die Insel wunderschön ist und auch Naturschutzgebiete hat. Viele Häuser und Condos sind natürlich auch da! Eine sehr gute Marina und ein sehr gutes, natürlich auch teures, Fischrestaurant. Das Tuna Steak war kaum zu übertreffen!