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WE DID IT!

Veröffentlicht am 20.04.2019

High Noon in Harbortown Marina:
BROADSWORD crosses her wake!

Sanibel bescherte uns zwei schöne Tage. Jürgen fuhr mit dem Fahrrad quer über
die Insel, besuchte ein Naturschutzgebiet und arbeitete sich ab, an der Weite der Insel. das alles bei 33 grad C.- Wir gingen zum Strand, badeten, erfreuten uns an den vielfältigen Muscheln und schlossen uns einem Amerikanischen Paar an auf der Sucher nach der "Tiki" Bar. Erfolgreich! Zwei Pinacolada erleichterten den Rückweg bei der Hitze. Wir ließen noch einen "pumpout" machen. Das erste Mal mußten wir 26 Dollar dafür bezahlen. Bisher war dies immer kostenlos und mit einwandfrei arbeitenden Anlagen.
Bei 3/4 Windstärken ging es das letzte Mal durch die weite der Bay, Cape Coral, Fort Meyers den Apalatchicoola River hinauf. Das Türkisblau des Meeres wich dem Braun des Flusses. Landwirtschaft statt eleganter Villen.- Erstaunlich die Anzahl von großen, meistens alten Segelyachten, die im Fluss lagen.- Anscheinend recht beliebt als "Hurrican Hole". Vielleicht war auch so manch eines vergessen worden.
Nach 65 Sm , machten wir ln "Moore Haven" Schluss. Direkt gegenüber der öffentlichen Verwaltung, die viel besucht wurde. Durchschnittliche Verweildauer:
10 Min! Alle kamen mit einem Zettel in der Hand heraus. Schatten unter den Uferbäumen. Die Autobahnbrücke gab eine heftige Geräuschkulisse. Die Eisenbahnbrücke war teilweise stundenlang geschlossen.
Nach zwei Tagen brachen wir tatendurstig früh auf um den Okeechobee Lake zu queren.
Durch die letzte Schleuse und 22 Sm über den See! Ein großer Betonklotz fiel auf, mittendrin. Irgendwie sah er aus, wie ein Abflussstopfen. Hoffentlich zieht ihn keiner raus, während wir noch auf dem See unterwegs sind. Auf der Ostseite angekommen, ist man schon im direkten Bereich von der Ostküste Floridas. Als wir die letze Schleuse durchfahren hatten, querte vor uns langsam ein Krokodil. Erst im letzten Moment tauchte es empört ab. Ein Waschbär am Ufer ließ sich überhaupt nicht durch uns stören.
An Indian Town vorbei, machten wir erst in Stuart, in der Baywatch Marina, halt.
Alles furchtbar flach. Es blieben uns noch 30 Sm übrig.
Drei Brücken hintereinander mit viel Verkehr trennten uns noch von der Ausfahrt von Port St Lucie. Genaugenommen querten wir da schon unser Kielwasser, da wir bei den Übungsfahrten durch das Inlet auf das Meer hinaus gefahren waren. War vor einem Jahr schon ziemlich spannend in die 2 m hohen Brandungswellen zu fahren!
Jetzt blieben wir im ICW und gingen die nächsten 20 Sm nach Norden.

Um 12 uhr Ortszeit, 16 Gmt, kamen wir wieder in der Harbortown Marina an!
Da die Bar direkt neben unserem Anlegesteg war, stürtzen gleich ein paar nette Menschen auf uns zu. Besonders nett wurden wir von einem Deutschen Ehepaar begrüßt, welches wir schon vom vergangenen Jahr kannten. - Sie hatten wohl ihren Stammplatz an der Bar. Wir bezogen unseren Liegeplatz für den nächsten Monat, direkt neben dem, den wir vor einem Jahr hatten. Insgesamt war es ein bisschen " Nachhause kommen".

Die "Loop" war für uns 4.600 Sm lang. Wir haben hierfür 585 Maschinenstunden gebraucht. Durchschnitt Geschwindigkeit 7,8 kn. Verbrauch Diesel, ca 4.000 Ltr.
Also gerade einmal 1 und 1/4 Tankfüllung. Wir waren insgesamt 8 Monate unterwegs und haben 85 Ziele angelaufen. BROADSWORD ist problemlos gelaufen und hatte mit keiner der unterschiedlichsten Bedingungen, Schwierigkeiten.
BROADSWORD, mit seiner eigenwilligen Kontur, "German U- Boat", hat uns viel Sympathien eingebracht und uns viele Gespräche und Kontakte beschert. Ein
"Average white Boat", auch mit Deutscher Flagge, hätte kaum Aufmerksamkeit erzeugt. Die "Amis" zeigten sich alle gebührend beeindruckt von dem Spritverbrauch mit weniger als 2 Gallonen pro Stunde bei 8,5 kn Fahrt. Die eigenen Schiffe liegen alle bei einem Vielfachen und dann zumeist Benzin. Aber ernsthaft will keiner auf die Darstellung von Power, egal wie verzichten. Je mehr Power, je besser! Ach ja, natürlich mit so viel Comfort, wie möglich!

In einem Monat werden wir wieder los ziehen nach Norden. Hoffentlich noch zwei schöne Monate mit tollen, neuen Erfahrungen erleben, dann wird BRODSWORD aller Voraussicht nach Europa transportiert werden und erst einmal in eine Holländische Werft zur Überholung gehen. Europa bietet auch so viele Möglichkeiten und erst meine geliebte Ostsee!
Wenn Fragen in Zusammenhang mit Reise oder Schiff entstehen, kann auch direkt auf meiner persönlichen E Mail Adresse nachgefragt werden: w.helbig14165@gmail.com